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Veranstaltungsarchiv: 2013 2012 2011 2010 2009
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Veranstaltungen des Dokumentationszentrums Prora
2014

Am Donnerstag den 7. August 2014 um 16:00 Uhr eröffnen wir zwei neue Sonderausstellungen zum Thema Rechtsextremismus und veranstalten im Anschluss daran um

am 7. August um 19:30 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema. Teilnehmer sind u.a. Dr. Gregor Gysi, MdB und Patrick Dahlemann, MdL aus Torgelow.



Am 3. August 2014 um 15:00 Uhr eröffnen wir die Ausstellung "INS BLAUE - Romantik in der aktuellen Kunst", die 24. Kunstschau des Künstlerbundes Mecklenburg und Vorpommern e.V.



Am Sonntag den 22. Juni 2014 um 11:00 Uhr liest die Schriftstellerin Daniela Dahn im Dokumentationszentrum Prora

aus ihrem neuen Buch "Wir sind der Staat! Warum Volk sein nicht genügt":

Eintritt 5 €

Bilder von der Lesung finden Sie >>> hier: 



Am 13. Juni 2014 um 16:00 Uhr eröffnen wir eine dritte Sonderausstellung:

Nähere Informationen zur Ausstellung finden Sie >>> hier.



Am 5. Juni 2014 um 16:00 Uhr eröffnen wir eine weitere Sonderausstellung:

Nähere Informationen zur Ausstellung finden Sie >>> hier:

Bilder von der Eröffnungsveranstaltung finden Sie >>> hier:


Der Film „Der Diplomat“ erweckt Stéphane Hessel und seine Stimme zum Leben. Er wird während der Ausstellungsdauer bis einschließlich 31. Juli jeden Donnerstag um 16:00 und 18:00 Uhr im Dokumentationszentrum gezeigt.



Begegnungswoche von Jugendlichen aus Sassnitz und Stettin und ehemaligen polnischen und ukrainischen ZwangsarbeiterInnen

Das Dokumentationszentrum Prora e.V. veranstaltet in diesem Jahr zum elften Mal die Begegnungswoche zwischen ehemaligen polnischen und ukrainischen ZwangsarbeiterInnen und deutschen und polnischen Jugendlichen.

Vom 18.05. bis zum 23.05.2014 treffen sich Schüler aus der Regionalen Schule und der Förderschule Sassnitz und dem staatlichen Berufsförderungswerk (OHP) Stettin im alten eWerk in Sassnitz. Die Jugendlichen und ehemaligen ZwangsarbeiterInnen werden gemeinsam die Orte auf Rügen besuchen, wo die polnischen und ukrainischen Gäste in der NS-Zeit unter menschenrechtswidrigen Bedingungen Zwangsarbeit leisten mussten.

Innerhalb der deutschen Grenzen hat es in der Zeit des Nationalsozialismus rund 13 Millionen ausländische ZwangsarbeiterInnen gegeben, außerhalb mussten mindestens nochmal so viele im deutschen Einflussbereich Zwangsarbeit leisten. Wir wollen die Gelegenheit wahrnehmen, die Geschichte einzelner von ihnen selbst zu erfahren und die Auseinandersetzung damit zu fördern.

Im Rahmen des Programmes findet am 21.05.2014 um 10.00 Uhr ein Empfang bei dem Bürgermeister Dieter Holtz im Rathaus von Sassnitz statt und im Anschluss daran eine Podiumsdiskussion mit den polnischen und ukrainischen Gästen. Die interessierte Öffentlichkeit  und die Presse sind herzlich eingeladen.

Bilder von der Begegnungswoche finden Sie >>> hier



Am 15. Mai 2014 eröffneten wir eine neue Sonderausstellung: 

Nähere Informationen finden Sie >>> hier

Bilder von der Eröffnung finden Sie >>> hier





Am 17. Mai 2014 um 16:00 Uhr liest der Schriftsteller Rolf Hochhuth
im Dokumentationszentrum Prora.

HERR HOCHHUTH MUSSTE LEIDER KURZFRISTIG ABSAGEN, DIE LESUNG FÄLLT AUS!

Der Autor wurde mit dem 1963 uraufgeführten Schauspiel Der Stellvertreter weltbekannt. Es folgten Theaterstücke, Romane und Erzählungen wie Sommer14, Die Hebamme, Juristen, Eine Liebe in Deutschland, um nur einige zu nennen. Hochhuth gehört zu den bedeutendsten und bekanntesten deutschen Schriftstellern. Er verfügt über excellente historische Kenntnisse und setzt sich künstlerisch insbesondere mit der deutschen und europäischen Vergangenheit aber auch mit den gegenwärtigen politischen und gesellschaftlichen Zuständen auseinander.

Rolf Hochhuth liest Anekdoten, Aphorismen, Gedichte und Szenen. Es gibt die Chance einer Begegnung mit einem der bedeutendsten Intellektuellen und Künstler Deutschlands. 




Am 10.4.2014 eröffneten wir eine weitere Sonderausstellung:

"Bedrängte Existenz - Überlebende Roma des NS-Terrors",

Nähere Informationen finden Sie >>> hier

Bilder von der Eröffnung finden Sie hier: 

Im Rahmen dieser Ausstellung zeigen wir auch wieder eine kleine Filmreihe. Termine und nähere Informationen finden Sie weiter unten auf dieser Seite.



Am 13.3.2014 um eröffneten wir eine neue Sonderausstellung: „Erzwungenes Finale - Ende der Vorstellung“, über aus Deutschland vertriebene Regisseure und Schauspieler.

Nähere Informationen finden Sie >>> hier

Bilder von der Eröffnung finden Sie hier:


Im Rahmen dieser Ausstellung zeigen wir ein umfangreiches Filmprogramm:


13.3., 16.00 Uhr (im Anschluss an die Ausstellungseröffnung): „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“, 1931

M von Fritz Lang mit Peter Lorre in der Hauptrolle zählt zu den bedeutendsten Werken des deutschen Films.  Als eine der ersten deutschen Tonfilmproduktionen schöpfte es 1931 die Möglichkeiten dieses neuen Mediums aus.

Ein unbekannter Kindermörder versetzt die Bewohner einer nicht benannten Großstadt (Berlin) in Schrecken und Hysterie – was noch intensiviert wird durch die Berichterstattung der Presse und überall angeschlagene Fahndungsplakate. Schließlich nimmt nicht nur die Polizei, sondern auch die in Unruhe versetzte Unterwelt die Verfolgung des Serienmörders auf. Eine hohe Belohnung ist ausgesetzt...





20.3., 16.00 Uhr: „Mephisto“,1981

Mephisto ist ein deutsch-ungarisches Filmdrama von István Szabó aus dem Jahr 1981. Sein Drehbuch basiert auf dem gleichnamigen Roman, den  Klaus Mann 1936 im Exil geschrieben und veröffentlicht hatte. Der Roman zeichnet schwach verhüllt den beruflichen Aufstieg des Theaterschauspielers, -regisseurs und -intendanten Gustaf Gründgens in der Zeit de Nationalsozialismus nach.






27.3., 16.00 Uhr: „Cabaret“, 1972

Cabaret ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahre 1972. Regie führte Bob Fosse, es spielen unter anderem Liza Minelli , Michael York, Helmut Griem, Joel Grey und Fritz Wepper mit. Die Musik stammt aus der Feder von John Kander, die Liedtexte von Fred Ebb. Die Vorlage zum Film lieferten das gleichnamige Broadway Musical und der autobiographische Roman Goodbye To Berlin von Christopher Isherwood. Schauplatz ist Berlin 1931, kurz vor der Machtübernahme  der Nationalsozialisten. Der englische Schriftsteller Brian Roberts zieht in eine heruntergekommene Pension, wo er die amerikanische Sängerin Sally Bowles kennenlernt...





03.04., 16.00 Uhr: „Auch Henker sterben“, 1943


Auch Henker sterben (im Original Hangmen Also Die!) ist ein US-amerikanisches Filmdrama des aus Österreich stammenden Regisseurs Fritz Lang, (Drehbuch: außerdem Bertolt Brecht und John Wexley) aus dem Jahr 1943. Das Drehbuch basiert lose auf den tatsächlichen Vorkommnissen, die auf das Attentat auf Reinhard Heydrich im Frühjahr 1942 folgten. Die Uraufführung in Deutschland fand am 3. April 1958 statt.  Unter den Schauspielern befand sich Alexander Granach, der selbst ostgalizisch jüdischer Herkunft war und hier die Rolle eines gestapo Inspektors übernahm.









11.04., 16.00 Uhr (ausnahmsweise Freitag!) : „Dreyfus“, 1930


Dreyfus ist ein deutsches Filmdrama aus dem Jahre 1930 um einen historischen Justizskandal mit Fritz Kortner in der Titelrolle. Regie führte Richard Oswald. Im September 1894 wird der französische Nachrichtendienst auf einen Spionagefall in Paris aufmerksam. Es sollen militärische Geheimnisse an den deutschen Militärattaché in Paris, Maximilian von Schwartzkoppen, weiter- gegeben worden sein. „Im Interesse der Armee“, so heißt es, muss der Kriegsminister Auguste Mercier rasch einen Schuldigen finden. Aufgrund leichtfertig konstruierter Indizien wird am 15. Oktober desselben Jahres der bislang völlig unbescholtene, im Elsass geborene jüdische Hauptmann im Generalstab Alfred Dreyfus verhaftet. Antisemitische Hetze in Presse, Militär und Politik entfacht im Paris der 1890er Jahre rasch ein Kesseltreiben gegen den mutmaßlichen Verräter.








16.04., 16:00 Uhr: Abschied von Sidonie" (im Rahmen der Sonderausstellung "Bedrängte Existenz")


Literarische Verfilmung der Erzählung "Abschied von Sidonie" von Erich Hackl. Der Spielfilm von Karin Brandauer beruht (ebenso wie das Jugendbuch von Erich Hackel, Abschied von Sidonie) auf historischen Fakten. Er zeichnet den Lebensweg eines Sinti-Mädchens in Österreich nach, das 1934 als Pflegekind in einer Familie liebevoll aufgenommen wird. 1943 kann die Familie Sidonie nicht mehr schützen: Das Kind wird ihnen entrissen und in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert.

D 1990 · Regie Karin Brandauer· Mit Arghavan Sadeghi-Seragi, Kitty Speiser, Georg Marin, Micha Reisober, Manfred Breitner · 88 Min.








17.04.,16.00 Uhr: „Der blaue Engel“, 1930


Der deutsche Spielfilm Der blaue Engel entstand in den Jahren 1929 und 1930 unter der Regie von Josef von Sternberg in den Studios der UFA. Das Drehbuch des Films schrieben unter anderem Karl Gustav Vollmoeller und Carl Zuckmeyer nach dem Roman Professor Unrat von Heinrich Mann. Der Film beschreibt, wie ein älterer Lehrer sich in eine Frau aus dem Varieté verliebt und daran zugrunde geht. Zu den SchauspielerInnen gehörten Emil Jannings, Marlene Dietrich und Kurt Gerron. Kurt Gerron wurde mit samt seiner Familie später in das Ghetto Theresienstadt gebracht, wo er gezwungen wurde den Propagandafilm Theresienstadt. Ein Dokumentarfilm aus dem jüdischen Siedlungsgebiet, 1944, (bekannt geworden unter dem Falschen Titel Der Führer schenkt den Juden eine Stadt) zu drehen. Fast alle „Darsteller“ wurden anschließend ermordet.







24.4., 16.00 Uhr: Katharina die Große, 1934


Katharina die Große mit Elisabeth Bergner ist eine britische  Filmbiografie aus dem Jahr 1934 von Paul Czinner. Der Film, dessen Drehbuch auf dem Theaterstück The Czarina von Lajos Biró und Melchior Lengyel basiert, erzählt eine sehr freie Version des Werdegangs der russischen Zarin Katharina der Großen. In Deutschland erschien der Film am 15. Juli 1949 in den Kinos. Nach der Uraufführung im Mai 1934 wurde der Film vom NS-Regime verboten.Czinner war 1933 wie Elisabeth Bergner nach London geflohen, wo sie heirateten.

Das Lexikon des Internationalen Films schreibt: „Gepflegtes, wenn auch geschichtlich sehr frei verfahrendes Kammerspiel nach historischen Motiven; dank der erlesenen Schauspielkunst – insbesondere in der Titelrolle – auch heute noch bemerkenswert.“ Mordaunt Hall von der New York Times bezeichnete den Film, trotz aller filmischer Freiheit, als „beträchtlich näher an der Historie als die meisten gleichartigem Produktionen.“ Es handle sich um einen „ansehnlichen Film.“




01.05., 16.00 Uhr: „Sein oder Nichtsein“,1942

Sein oder Nichtsein (auch: Sein oder Nichtsein – Heil Hamlet!) ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 1942. Die Komödie inszenierte Ernst Lubitsch nach dem Text Noch ist Polen nicht verloren von Melchior Lengyel.

Der Film spielt in Warschau, 1939. Die polnischen Schauspieler eines Theaters proben eine antifaschistische Komödie, kurz bevor der Zweite Weltkrieg ausbricht. Da die polnische Regierung nicht in Konflikt mit dem Hitlerregime geraten möchte, wird das Stück vom Spielplan abgesetzt. Stattdessen spielt das Ensemble Hamlet.

Siletsky ist mittlerweile dort angekommen und steigt im Hotel Europejski ab. Er soll sich mit dem Gestapochef Gruppenführer Ehrhardt treffen, um die Namen der Untergrundkämpfer weiterzugeben. Um dies zu verhindern, schlüpft das Ensemble des Theaters in die Rollen der deutschen Besatzer. Es beginnt eine Verwechslungskomödie voller Wort- und Spielwitz. Aus der abgesetzten Antinazi-Komödie wird ein Spiel auf Leben und Tod.

„Der Komik mit Grauen stilvoll verquickende Film ist eine immer noch nützliche Abrechnung mit dem Führerkult und seinen Begleiterscheinungen. Einer der besten Filme von Ernst Lubitsch, der als ätzende Satire die Schergen des Nationalsozialismus als Schmierendarsteller beschreibt und die Schauspielertruppe als tragikomische Helden ehrt.“ (Lexikon des Internationalen Films)





03.05., 16.00 UND 18:00 Uhr: Hitlers Hitparade, 2003, in Anwesenheit des Produzenten Cay Wesnigk.

Nach der Vorführung um 18:00 Uhr Gespräch mit dem Produzenten Cay Wesnigk und der Regisseurin Susanne Benze

Regie: Oliver Axer, Susanne Benze. Oliver Axer, Susanne Benze. Eine Komposition von Archivfilmsequenzen aus den Bereichen Spielfilm, Amateurfilm, Lehrfilm, Trickfilm, Werbung, Propaganda - unterlegt mit zeitgenössischer Tanz- und Unterhaltungsmusik des Dritten Reiches. Der Film führt auf subtile Art die verführerische Komponente der nationalsozialistischen Zeit in Deutschland vor und zeigt, wie ein sogenanntes Kulturvolk sich ins Gegenteil verkehrt.
Der Film erhielt 2005 einen Grimme-Preis.

Der Produzent Cay Wesnigk sprach nach der Vorführung mit den Besuchern über den Film.
















08.05., 16.00 Uhr: „Die Abenteuer des Werner Holt“, 1965

Die Abenteuer des Werner Holt ist ein Schwarzweißfilm der DEFA-Gruppe Roter Kreis von Regisseur Joachim Kunert aus den Jahren 1964/1965. Er gilt neben dem 1968 erschienenen DEFA-Film Ich war neunzehn als der bekannteste Antikriegsfilm der DDR. Als Handlungsvorlage dient der 1960 erschienene erste Teil Roman einer Jugend des zweibändigen Romans Die Abenteuer des Werner Holt von Dieter Noll. Zu dem Schauspielerensemble gehörte Wolfgang Langhoff.

Im Frühjahr 1945 sind die Kriegsfronten in Deutschland angekommen. Der kaum 18-jährige Werner Holt ist zusammen mit seinen Klassenkameraden Gilbert Wolzow und Christian Vetter in einem Regiment zur Verteidigung einer deutschen Kleinstadt abgestellt. Nachdem einige ihrer Vorgesetzten geflüchtet sind, übernimmt Wolzow das Kommando. Ein weiterer Vorgesetzter, der seine Position an eine andere Stelle verlagern wollte, wird von Wolzow festgenommen und soll der in der Nähe befindlichen SS als Deserteur übergeben werden. In einem provisorischen Kommandozentrum sitzt der Funker Holt und blickt auf die letzten zwei Jahre zurück.





Die folgenden Filme zeigen wir im Rahmen der Sonderausstellung "Bedrängte Existenz". Sie beschäftigen sich mit der Geschichte und aktuellen Problemen von Sinti und Roma.



Textfeld: ??Abbildung 1????Abbildung 2 Erna Lauenburger "Unku", in den 1930ern????14.5., 16:00 Uhr: „Was mit Unku geschah“

Unter Leitung der Diplom-Sozialpädagogin Jana Müller recherchierte eine Jugendgruppe des Alternativen Jugendzentrums Dessau innerhalb des Projektes „Lokale Geschichte sichtbar machen" der Amadeu Antonio Stiftung den Lebensweg des Sintimädchens Unku. Erna Lauenburger, genannt Unku, war die Titelheldin des Ende der 1920er Jahre in Berlin spielenden Jugendromans „Ede und Unku" der jüdischen Schriftstellerin Grete Weiskopf (Pseudonym Alex Wedding). Ab 1972 zählte das Buch zur Pflichtlektüre des Deutschunterrichtes in der DDR. Die Dokumentation verfolgt den Lebensweg von Unku und ihr nahestehender Personen, die zu Opfern des Holocaust an den Sinti und Roma wurden. Die Spurensuche führte die Jugendforschungsgruppe des Alternativen Jugendzentrums in ihre Heimatstadt Dessau-Roßlau, nach Magdeburg und Auschwitz. Wald-Frieda Weiss erinnert sich an Unku aus der Zeit in Magdeburg. Sie ist vermutlich die letzte noch lebende Zeitzeugin, die Unku kannte. Krimhilde Malinowski, Franz Rosenbach und Hugo Höllenreiner berichten vom Leid, das ihnen und ihren Familien in der Zeit des Nationalsozialismus angetan wurde.
 Die Jugendlichen haben ihre akribischen Archivrecherchen und Zeitzeugenbefragungen zu dem 35-minütigen Film „Was mit Unku geschah" zusammengetragen. (Projektleitung: Jana Müller, Alternatives Jugendzentrum Dessau, 2009)



14.5., 17:00 Uhr: „Nicht wiedergekommen“

Von 27 Angehörigen der Familie Franz überlebten lediglich vier Personen den Völkermord an den Sinti und Roma. Die Orte, an denen Familienmitglieder u.a. litten und starben, stehen für unvorstellbares Leid: Sachsenhausen, Dachau, Neuengamme, Buchenwald, Auschwitz-Birkenau, Mittelbau-Dora, Bergen-Belsen.

Wald-Frieda Weiss, geborene Franz, erinnert sich schmerzlich an den Verlust ihrer Mutter, mit der sie gemeinsam über Jahre in den Konzentrationslagern Lichtenburg und Ravensbrück litt, bis Franziska Franz in der Bernburger Gaskammer ermordet wurde, sowie an den geliebten Vater Gustav Franz, der im Konzentrationslager Mauthausen an den Folgen von Misshandlungen starb.

(Deutschland 2010; Regie: Jana Müller, 52 Min.)






28.5., 16:00 Uhr: „Gibsy-Die Geschichte des Boxers Johann Rukeli Trollmann“

Johann Rukeli Trollmann ist Boxer, Lebemann und tragischer Held. „Gibsy“ erzählt die Geschichte des Boxers, der sensationell die Deutsche Meisterschaft im Halbschwergewicht 1933 gewinnt und dem, weil er „Zigeuner“ ist, die Meisterschaft wieder aberkannt wird. Aus Protest geht er als Karikatur eines Ariers in den nächsten Kampf mit weiß gepuderter Haut und hellen Haaren - eine dramatische Entscheidung. Regie: Eike Besuden, Mit Ramin Yazdani, Hannelore Elsner, Erik Roßbander, 2012.







4.6., 16:00 und 18:00 Uhr: „Aus dem Leben eines Schrottsammlers“


Nazif und seine Frau Senada sind Roma und leben in ärmlichen Verhältnissen am Rande der Stadt Sarajevo. Während Nazif versucht, Geld mit gesammeltem Schrott aus ausgeschlachteten Autos zu verdienen, kümmert sich seine Frau um den Haushalt und die beiden Töchter. Als sie eines Tages starke Schmerzen im Unterleib hat und in der Klinik erfährt, dass ihr ungeborener Sohn tot ist, ist guter Rat teuer: Senada droht eine Blutvergiftung und die dringende Operation ist für die Familie nicht zu bezahlen. Da Senada keine
Versicherung hat, will sie das Krankenhaus nicht behandeln. Ein Kampf gegen die Zeit, den Tod und die Hoffnungslosigkeit beginnt…
Preisgekrönter bosnisch-französisch-slowenischer Spielfilm von 2013) Regie:  Danis Tanovic, Cast: Nazif Mujic, Senada  Alimanovic, Semsa Mujic, 78 min.


Berlinale 2013: Großer Preis der Jury, Silberner Bär für den Besten Darsteller
Lobende Erwähnung der Ökumenischen Jury





Am Donnerstag, den 20. Februar 2014 wurde im Goethe- Institut Brüssel unsere Wanderausstellung "Das Paradies der Volksgemeinschaft" eröffnet:


Bilder von der Eröffnungsveranstaltung finden Sie hier >>>