Die Sassnitzer Reisegruppe (v.l.n.r.: Hans-Dieter Hoffmüller, Gerd Slowy, Katharina Rostock (Dokumentationszentrum Prora), Hans-Christian Henning, Carola Behnke, Felix Maerzke, Kevin Ruuck, Yvonne Goschke, Joanna Binek, Ewa Zieba (Dokumentationszentrum Prora)



Herzlicher Empfang in Stettin für Sassnitzer Reisegruppe

Eine Gruppe von Sassnitzer Schülern und Erwachsenen hat vom 13. bis 15. November im Rahmen des Lokalen Aktionsplan Sassnitz die polnische Stadt Stettin besucht. Die Reise wurde vom Dokumentationszentrum Prora geplant und betreut.

Nach der Ankunft zeigten polnische Schüler vom Schulverband Nr. 8 den Besuchern aus Sassnitz ihre Heimatstadt. Die Schüler, die Deutsch als zweite Fremdsprache lernen, hatten sich auf die Sightseeing-Tour intensiv vorbereitet. Besonders beeindruckt waren die Sassnitzer Schüler vom frisch renovierten Stettiner Schloss.

Am zweiten Tag des Besuches traf sich die deutsche Reisegruppe mit polnischen Schülern und ehemaligen polnischen Zwangsarbeitern im Schulverband Nr. 8.  Die stellvertretende Direktorin, Frau Grazyna Brocka, bereitete ihnen einen herzlichen Empfang. Nachdem sie den Gästen ihre Schule vorgestellt hatte, erzählte die Leiterin der deutschen Reisegruppe, Katharina Rostock vom Dokumentationszentrum Prora, von ihren Erfahrungen bei der Arbeit mit ehemaligen Zwangsarbeitern und berichtete von den jährlichen Treffen zwischen Rügener Schülern und ehemaligen polnischen Zwangsarbeitern in Sassnitz, die das Dokumentationszentrum Prora seit 2004 veranstaltet.

Stefania Makowska, Marta Dziuba, Maria Zalewska und Boleslaw Maraszek, die im Frühjahr 2008 bereits in Sassnitz gewesen waren, berichteten den Schülern anschließend von ihren Erfahrungen als Zwangsarbeiter auf Rügen im 2. Weltkrieg. Sie betonten, wie wichtig es für sie gewesen sei, durch die Sassnitzer  Begegnungswoche die Möglichkeit erhalten zu haben, noch einmal nach Rügen zurückzukehren. Sie hätten seit Ende des 2. Weltkrieges und der Rückkehr in ihre Heimat immer wieder über ihre Zeit auf Rügen gesprochen. Dies habe ihnen geholfen, ihre Erlebnisse zu verarbeiten. Sie freuten sich, die Reisegruppe jetzt in ihrer Heimatstadt empfangen zu können.

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