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16. Dezember 2010 bis 31. März 2011 (täglich von 11:00 bis 16:00 Uhr)"Antisemitismus? Antizionismus? Israelkritik?" Eine Ausstellung es Zentrums für Antisemitismusforschung
der TU Berlin in Zusammenarbeit mit Yad Vashem, Jerusalem "Es brennt! Antijüdischer Terror im November 1938" Eine Ausstellung der Stiftung Topographie des Terrors in Zusammenarbeit mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum Als Ergänzung zur Ausstellung hält der Historiker Marco Esseling, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Dokumentationszentrums Prora, am "Das verdächtige Saxophon. 'Entartete Musik' im NS-Staat" Eine Ausstellung des Musikwissenschaftler Dr. Albrecht Dümling 1988 konzipierte der Berliner Musikwissenschaftler Dr. Albrecht Dümling eine Rekonstruktion dieser Ausstellung, die 20 Jahre später noch einmal von ihm, zusammen mit dem Düsseldorfer Designbüro Drasdo, überarbeitet wurde. Viele zuvor unbekannte Quellen wurden in diese Neubearbeitung integriert. Entsprechend der 1938er Ausstellung werden jetzt mehr Abbildungen zum „jüdischen Theater im Jazzrhythmus“ gezeigt, was den Titel „Das verdächtige Saxophon“ erklärt. Audio Guides sowie Monitore mit Auszügen aus NS-Wochenschauen ermöglichen ein enges Wechselverhältnis zwischen dem Gehörten und dem Gesehenen. Eine Ausstellung der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas Etwa 30.000 Menschen in Deutschland und im besetzten Europa wurden von Gerichten der Wehrmacht u.a. wegen Fahnenflucht, „Wehrkraftzersetzung“ oder Kriegsverrat zum Tode verurteilt, über 20.000 hingerichtet. Die Urteile, die während des Zweiten Weltkrieges von den deutschen Militärrichtern verhängt wurden, hat der Bundestag erst in den Jahren 1998 bis 2009 für Unrecht erklärt und aufgehoben. Die Ausstellung „Was damals Recht war, … Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht“ zeichnet erstmals ein umfassendes Bild von den willkürlichen Entscheidungen der Wehrmachtsgerichte. Mit Begründungen wie „Aufrechterhaltung der Manneszucht“, „Volksschädling“ oder „biologisch minderwertig“ wurden zahlreiche Todesurteile verhängt. Die Präsentation skizziert 16 Lebenswege von Verurteilten und stellt sie fünf Porträts von Richtern gegenüber, die diese Unrechtsurteile verhängten. Die Ausstellung zeigt auch, wie diese Juristen nach 1945 oftmals ihre Karrieren fortsetzen konnten, während die zu Unrecht Verurteilten bis Ende der 90er Jahre darauf warten mussten, rehabilitiert zu werden. Die Ausstellung im Dokumentationszentrum Prora dokumentiert einerseits den Unrechtscharakter dieser Rechtsprechung, zeigt aber auch, dass die urteilenden Richter durchaus Spielräume bei der Urteilsfindung hatten und einige mutige diese auch nutzten. 2. Juli bis 31. August 2010 "Von der österreichisch-ungarischen Wehrmacht in die deutsche Wehrmacht" Eine Ausstellung im Rahmen des Projekts "Krieg ist daDa" von Arbos - Gesellschaft für Musik und Theater, Salzburg 60 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich ARBOS-Direktor Herbert Gantschacher mit Leben und Karrieren herausragender Offiziere der k.u.k.-Wehrmacht beschäftigt. Ausgehend vom Ersten Weltkrieg zeigt Gantschacher in seiner Präsentation, dass viele dieser Offiziere ihre Karrieren in der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg fortsetzen konnten. Ihre Erfahrungen wurden für den Eroberungs- und Vernichtungskrieg im Osten gebraucht, insb. auf dem Balkan konnten einzelne Offiziere ihren Vernichtungsfeldzug aus dem Ersten Weltkrieg fortsetzen. Ein Beispiel ist der frühere Direktor des Kriegsarchivs im Österreichischen Staatsarchiv, Edmund Glaise von Horstenau. 1938 wurde er im Kabinett Seyß-Inquart Vizekanzler, nach dem Anschluss Mitglied der Landesregierung unter Reichsstatthalter Seyß-Inquart. Im Zweiten Weltkrieg war er von 1941 bis 1944 Bevollmächtigter General in Kroatien und verfasste Lageberichte über Deportationen und Massenmorde an Juden. Ab November 1945 war er bei den Nürnberger Prozessen Zeuge der Anklage. Da Glaise-Horstenau aber damit rechnen musste, nach Belgrad ausgeliefert zu werden, beging er am 20. Juli 1946 Selbstmord. "Abgeerntet. Wer ernährt die Welt" Eine Ausstellung des INKOTA-netzwerkes zu Hunger, Globalisierung und Landwirtschaft „Wir werden die Zahl der unter Hunger leidenden Menschen bis zum Jahr 2015 halbieren!“ Mit diesem Ziel versprach die internationale Staatengemeinschaft 1996 auf dem Welternährungsgipfel in Rom, den Hunger in der Welt zu bekämpfen. Über zehn Jahre später scheint das Versprechen in weite Ferne gerückt zu sein. Noch immer hungern 1,2 Milliarden Menschen. Jeden Tag sterben Schätzungen zufolge 30.000 Menschen an den Folgen von Hunger. Wie lässt sich Hunger tatsächlich bekämpfen? Wer ernährt die Welt? Auf fünf Entdeckerpfaden erfahren BesucherInnen der Ausstellung, warum Menschen an Unterernährung leiden und wie der weltweite Hunger bekämpft werden kann. Sind Gentechnik und moderne landwirtschaftliche Maschinen ein Rezept gegen den Hunger? Warum macht Biosprit Hunger und wie kommen die „Hähnchen des Todes“ von Europa nach Afrika? Können Kleinbauern die Welt ernähren? |