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Sonderausstellungen 2006
10. November 2006 bis 18. März 2007

GEWISSENLOS GEWISSENHAFT
Menschenversuche im Konzentrationslager

Eine Ausstellung des Instituts für Geschichte der Medizin (Universität Erlangen-Nürnberg)

Die Ausstellung beschäftigt sich zunächst mit den wissenschaftlichen und ideologischen Hintergründen der Versuche und mit ihrem örtlichen Rahmen, dem Konzentrationslager. Diese menschenverachtende Institution bildete den rechtsfreien Raum, in dem Menschen gegen ihren Willen zum Gegenstand von oft tödlichen Experimenten wurden. Im Zentrum der Ausstellung stehen vier Menschenversuche. Sie enthüllen ein breites Spektrum an wissenschaftlichen, militärischen, ideologischen und wirtschaftlichen Interessen. Sie geben eine Vorstellung vom furchtbaren Leiden der Opfer. Und sie zeigen die Täter, die diese Versuche an den ihnen ausgelieferten Menschen aus Ehrgeiz und Geltungssucht, Sadismus und Gewissenlosigkeit durchführten. Abschließend richtet sich der Blick auf die Zeit nach 1945.



1. September bis 5. November 2006

RASSENWAHN - Die Nürnberger Gesetze 1935

Eine Ausstellung des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände Nürnberg

Am 15. September 1935 wurden während des "Reichsparteitages der Freiheit" der NSDAP die Nürnberger Gesetze verkündet. Eheschließungen und außerehelicher Geschlechtsverkehr zwischen Juden und Nicht-Juden, der nun als "Rassenschande" galt, wurden verboten und die Rechte aller jüdischen Mitbürger drastisch eingeschränkt. Die Gesetze vertieften den seit 1933 mit antisemitischen Verordnungen und Propagandaaktionen angelegten Schnitt durch die Gesellschaft brutal.
Wenig bekannt ist, und das zeigt diese Ausstellung, dass den Nürnberger Gesetzen bis 1943 noch etliche Durchführungsbestimmungen folgten. Mit bürokratischem Definitionswahn beschnitt man die Rechte der jüdischen Mitmenschen Zug um Zug, um schließlich alle, die nicht rechtzeitig auswandern konnten, mit unerbittlicher "Rechtmäßigkeit" in Ghettos und Todeslager zu treiben.








21. Juli bis 27. August 2006

"GRÖSSTE HÄRTE ..." Verbrechen der Wehrmacht in Polen

Eine Ausstellung des Deutschen Historischen Instituts Warschau

"[In Polen] ist allgemein bekannt, dass die Wehrmacht bereits in den ersten Kriegswochen 1939 Verbrechen an Zivilisten und Kriegsgefangenen beging. Diese ersten Kriegsverbrechen des Zweiten Weltkrieges stehen im Mittelpunkt der seit Frühjahr 2005 gezeigten Ausstellung 'Größte Härte ...', deren polnischsprachige Fassung bereits seit dem 1. September 2004 in Polen zu sehen ist." (Aus dem Vorwort des Ausstellungskatalogs)





18. Juni bis 17. Juli 2006

MICHAEL JASTRAM - Skulpturen und Zeichnungen

"Die thematische Spannbreite seiner plastischen Arbeit reicht von Tierdarstellungen - hier ist besonders bemerkenswert die Auseinandersetzung mit Stieren - bis hin zu figürlichen Darstellungen, in denen er an untergegangene Kulturen wie z.B. die Maya-Kultur Mittelamerikas oder auch an untergegangene europäische Kulturen anknüpft.
In jüngster Zeit entstehen in Holz und Bronze Arbeiten, in denen er architektonische Motive wie Häuser und Leitern und Treppen mit figurativen Elementen kombiniert. Dabei entstehen eindrucksvolle Werke, die die Gefährdung des Menschen verdeutlichen.
Mit seinen Werken gehört Michael Jastram aus meiner Sicht zu den interessantesten deutschen Bildhauern im Bereich der figurativen Plastik."
Prof. Dr. Manfred Fath, Städtische Kunsthalle Mannheim

"Die skizzenhaften Zeichnungen regen die Phantasie des Betrachters an, halten den Blick fest im Nachdenken über den Umgang mit Bewegung und Transparenz auf der Fläche und im Raum.
Mit seiner reduzierten Bildsprache räumt Michael Jastram das Blickfeld frei - zugunsten von Konzentration und Klarheit."
Gabriele Muschter, Kunsthistorikerin Berlin


Michael Jastram
Geb. am 29. Juni 1953 in Berlin
1979 - 1984 Studium an der Kunsthochschule Berlin, Sektion Bildhauerei/Plastik
Seit 1984 freischaffender Bildhauer
Lebt und arbeitet in Berlin

www.jastramart.de

07. April bis 11. Juni 2006

Das Ghetto von Mogilew - Fotos vom Juli 1941

Die Ausstellung wurde von der Bürgerinitiative "Lehren des Holocaust" in Mogilew (Belarus/Weißrussland) mit Unterstützung des Bundesfilmarchivs Koblenz erarbeitet und 2002 erstmalig in Mogilew und Minsk gezeigt.
Die einzigartigen Fotos wurden im Juli 1941 in Mogilew von einem Fotoberichterstatter der deutschen Wehrmacht, Rudolf Kessler, im Auftrag der 689. Propagandakompanie gleich nach der Eroberung der Stadt aufgenommen. Die Bilder zeigen Menschen, die nur wenige Tage später systematisch ermordet wurden.

Eine Ausstellung der Bürgerinitiative "Lehren des Holocaust", Mogilew, in Zusammenarbeit mit der West-Ost-Gesellschaft Baden-Württemberg e.V.

Unterstützt von der Deutschen Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft"



07. April bis 11. Juni 2006

Teofila Reich-Ranicki "Bilder aus dem Warschauer Ghetto"

Die Serie grafischer Blätter von Teofila (genannt Tosia) Reich-Ranicki - zum Großteil entstanden 1942 - stellen den alltäglichen Schrecken im Warschauer Ghetto dar: Hunger, Terror, Kampf ums Überleben, Deportation.

"Es sind in ihrer naiv-anrührenden Unmittelbarkeit Bilder beklemmender Intensität. Keine Ästhetisierung mildert den dargestellten Schrecken, und es scheint, als habe Tosia Reich- Ranickis eingebrannter Schmerz mit ungemilderter Wucht seinen Ausdruck in diesen Bildern gefunden."
Salomon Korn

Teofila Reich-Ranicki, geborene Langnas, wurde am 12. März 1920 in Lodz geboren. Im Dezember 1939 floh sie mit ihren Eltern aus dem an das Deutsche Reich angegliederte Lodz nach Warschau, wo sie im November 1940 in das neu eingerichtete Warschauer Ghetto umziehen musste. Dort war sie in der Folgezeit als Grafikerin tätig. Mit ihrem Mann, Marcel Reich-Ranicki, den sie im Juli 1942 geheiratet hatte, konnte sie Anfang Februar 1943 in den "arischen" Teil der Stadt fliehen und überlebte als eine der wenigen Bewohner des Ghettos im Untergrund.
Nach dem Krieg arbeitete Teofila Reich-Ranicki in der Polnischen Presseagentur und beim Polnischen Rundfunk, bevor sie 1958 mit ihrem Mann in die Bundesrepublik Deutschland übersiedelte, wo sie in den sechziger Jahren als Übersetzerin tätig war.