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Sonderausstellungen 2014

14. Juni bis 4. August 2014

"Simone Weil - Die gefährlichste Krankheit"

Die französische Philosophin Simone Weil schrieb 1943: „Die Seele hat Bedürfnisse, und bleiben diese unbefriedigt, so befindet sie sich in einem ähnlichen Zustand wie ein verhungerter und verstümmelter Leib... Die Entwurzelung ist bei weitem die gefährlichste Krankheit der menschlichen Gesellschaft.“  Texte Simone Weils sind ab dem 14. Juni im Dokumentationszentrum Prora zu lesen. Die Worte werden ergänzt durch Fotografien von Ansel Adams, André Kertesz und August Sander. Die Bilder sind nicht Illustrationen der Texte, sondern eigenständige Kunstwerke und zeigen Szenen des einfachen Lebens.
Sie wurde 1909 in Paris geboren. Nach dem Studium der Philosophie und Alter Sprachen wird sie Lehrerin in Le Puy. 1940 geht sie mit ihren Eltern über die Demarkationslinie in die unbesetzte Zone und arbeitet in der Resistance. Sie wird von der französischen Polizei mehrfach verhört und emigriert 1942 nach England. Am 24. August 1943 stirbt Simone Weil.
Sie hinterlässt ein politisch und sozial engagiertes literarisches Werk, u.a. „Die Entwurzelung“, „Schwerkraft und Gnade“ und „Unterdrückung und Freiheit“. 
Konzipiert wurde die Ausstellung vom Antikriegsmuseums der Friedensbibliothek der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg.

Die Ausstellung bleibt vom 14. Juni bis zum  04. August  2014 täglich 9:30 bis 19:00 Uhr geöffnet.



6. Juni bis 3. August 2014

"Die Würde des Menschen - Stéphane Hessel"

Stéphane Hessel wurde 1917 in Berlin geboren und wanderte 1924 mit seinen Eltern nach Frankreich aus, dort wurde er 1937 französischer Staatsbürger. Die Verbindung von deutscher und französischer Kultur prägte sein ganzes Leben. Kurz nach Ausbruch des Krieges wurde Hessel von deutschen Truppen festgenommen, ihm gelang die Flucht nach England. 1941 schloss er sich der Résistance um Charles de Gaulle an. Von der Gestapo wurde er 1944 in Paris verhaftet, gefoltert und als Spion zum Tode verurteilt. Er wurde dann in das Konzentrationslager Buchenwald deportiert. Am 4. April 1945 gelang Hessel auf dem Todesmarsch die Flucht. Nach dem Krieg wurde er französischer Diplomat und wirkte mit an der Formulierung der UN-Charta der Menschenrechte von 1948. Stéphane Hessel, Ambassadeur de France, starb am 27. Februar 2013 in Paris. Weltbekannt wurde Stéphane Hessel durch seine späten Schriften „Empört Euch“ und „Engagiert Euch“.

Die 40 Fotografien von Britta Rost sind bei den Besuchen von Stéphane Hessel in Thüringen entstanden. Unterlegt sind die Bilder mit Zitaten und Gedichten

Die Ausstellung bleibt vom 6. Juni bis zum 3. August 2014 täglich von 9:30 bis 19:00 Uhr geöffnet.



Bilder von der Eröffnung finden Sie >>> hier: 






16. Mai bis 3. August 2014

"Zwischen den Zeilen? Zeitungspresse als NS-Machtinstrument"

1934 verkündete Adolf Hitler: „Die Presse ist ein Erziehungsinstrument, um ein Siebzig-Millionen-Volk in eine einheitliche Weltanschauung zu bringen.“ Zu diesem Zeitpunkt hatten freiwillige „Selbstgleichschaltung“, Verfolgungen und Verbote, Kontrolle und wirtschaftliche Monopolisierung die Presse schon zu einem weitgehend willfährigen Instrument der NS-Politik gemacht. Doch der Anschein von Pressefreiheit und Meinungsvielfalt sollte gewahrt werden. Einstmals berühmte liberal-bürgerliche Flaggschiffe des Journalismus wie das Berliner Tageblatt durften weiter erscheinen, Hetz- und Kampfblätter wie Der Angriff oder Der Stürmer blieben die Ausnahme. Der Großteil der Zeitungen wirkte weniger durch ideologische Indoktrination, sonder eher zwischen den Zeilen.  Gerade in ihrer scheinbaren Harmlosigkeit – beispielsweise in den Sport- und Lokalnachrichten, im Feuilleton oder Fortsetzungsromanen -  erzeugten diese Zeitungen eine Fraglosigkeit, die wenig Raum für Brüche und Zweifel ließ.

Die Ausstellung zeigt u. a. die Inszenierung der „Volksgemeinschaft“ durch die Medien, während Juden, andere Minderheiten und Andersdenkende immer massiver diskriminiert und verfolgt wurden. In den Jahren des Krieges gaben die Zeitungen trotz deutlicher Niederlagen vor, der Sieg sei nach wie vor sicher. Welche Denk- und Handlungsspielräume blieben für kritische Journalisten und Leser, inwieweit war ein Schreiben und Lesen zwischen den Zeilen möglich? Diesen Fragen geht die Ausstellung nach.

Bilder von der Eröffnung finden Sie >>> hier: 

Die Ausstellung bleibt vom 16. Mai bis zum 06. August 2014 täglich von 9:30 bis 19:00 Uhr geöffnet.



10. April bis 10. Juni 2014

Bedrängte Existenz – Überlebende Roma des NS-Terrors in der Ukraine“

2012 porträtierte die Fotografin Birgit Meixner Roma in der Ukraine, die an Projekten von EVZ teilnehmen in ihrem Alltagsleben. Sechzehn Roma, die die deutsche Gewaltherrschaft in der Ukraine während des Zweiten Weltkrieges überlebten, berichteten von ihren bedrückenden Lebensumständen im Krieg, in der Nachkriegszeit und über ihren schweren Alltag heute.

Es entstand eine eindrucksvolle Ausstellung, die gerade in der Gegenwart Einblicke in das Leben von Minderheiten bietet, in dem Land, das aktuell große internationale Aufmerksamkeit genießt. Die unwürdigen Lebensumstände der Opfer deutscher Gewaltherrschaft geben Anlass, über unsere Vorurteile gegenüber „Zigeunern“ nachzudenken.

Die Ausstellung wurde erarbeitet im Rahmen eines Förderprojektes der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) und finanziert durch das EVZ-Programm „Spenden für NS-Opfer“ und eine Spende der Deutschen Bahn AG.

Bilder von der Eröffnung finden Sie >>>hier: 

Die Ausstellung wird durch ein Filmprogramm begleitet, siehe hier: [klick]



13. März bis 13. Mai 2014

Erzwungenes Finale – Ende der Vorstellung

Die Ausstellung zeigt die Zerstörung des deutschen Theaters durch die Nationalsozialisten im"Dritten Reich“. Die Blüte der Bühnenkunst der Weimarer Republik war dem Regime ein Gräuel und sollte durch „Deutsche Theaterkunst“ ersetzt werden. Politisches Theater wurde nicht mehr geduldet. Schauspieler, Sänger und Regisseure wurden aus politischen und rassischen Gründen entlasse. Die Folge war ein Aderlass der deutschen Bühnen, ein kultureller Verfall, der durch die Talente, die sich dem Regime anpassten, nicht verhindert wurde, da die Zensur durch das Goebbels-Ministerium jegliche Kreativität erstickte. Auch die Versuche, Volkstheater durch die sogen. Thingspiele künstlich zu erzeugen, scheiterten.

Die Ausstellung dokumentiert Schicksale von Künstlern, die mit Auftrittsverboten von den Theatern entfernt wurden, ins Exil getrieben oder sogar ermordet wurden und macht den ungeheuren Verlust an kultureller Substanz deutlich.

Träger der Ausstellung sind der Freundeskreis des Willy-Brandt-Hauses e.V., der Förderkreis Denkmal für die ermordeten Juden Europas e.V. und das Deutsche Theater Berlin.

Die Eröffnung fand am 13. März statt. Bilder von der Eröffnung finden Sie hier

Im Rahmen der Ausstellung veranstalten wir einen Filmreihe. Die Termine finden Sie hier [klick].

Foto: Elisabeth Bergner, (c) bpk