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Sonderausstellungen 2012

17. Mai bis 30. Juni 2012 (täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr)

"Freiheit und Zensur. Filmschaffen in der DDR zwischen und Anpassung und Zensur"

Eine Ausstellung des Wilhelm Fraenger-Instituts gGmbH im Auftrag der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED Diktatur mit Unterstützung der DEFA-Stiftung und ICESTORM-Entertainment, in Kooperation mit der Friedrich-Naumann-Stiftung "Für die Freiheit"


Die Plakatausstellung "Freiheit und Zensur. Filmschaffen in der DDR zwischen Anpassung und Zensur"stellt anhand ausgewählter DEFA-Filme aus der staatlichen DDR-Filmproduktion die jüngere deutsche Geschichte (1946-1990) und die Einflussnahme der DDR-Politik auf Film, Kultur und Gesellschaft dar. Neben den Filminhalten erläutert sie die Zeitgeschichte und den jeweiligen politischen Kontext.
Für die unterhaltende Komponente wurde die fiktive Figur des "Film-Atze" geschaffen, für dessen Kommentare der bekannte Satiriker Peter Ensikat verantwortlich zeichnet. Er dient als Bindeglied zwischen Filmerzählung, Zeitgeschichte und persönlichem Erleben und transportiert die Befindlichkeiten der Menschen einer bestimmten Epoche.
Auf diese Weise entstand eine Ausstellung, in der Filme den Ausgangspunkt bilden, um historische Fakten und Hintergründe einmal anders zu vermitteln. Im Rahmenprogramm zur Ausstellung zeigt das Dokumentationszentrum Prora vier der ausgewählten DEFA-Produktionen. Weitere Informationen finden Sie >>> hier





Plakat zur Ausstellung16. Mai bis 12. Juli 2012 (täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr)

"Aus der Asche von Sobibor"

Eine Ausstellung des Museums der Leczna-Wlodawa-Seenplatte, des Museums des ehemaligen NS-Vernichtungslagers Sobibor und des Dokumentationszentrums Prora e.V.


Die Ausstellung „Aus der Asche von Sobibor“ wurde erarbeitet auf der Grundlage des gleichnamigen autobiographischen Buches von Thomas (Toivi) Blatt, der wahrscheinlich einzig noch lebende ehemalige Häftling des NS-Vernichtungslagers Sobibor. Die Ausstellung wurde vom Museum der Leczna-Wlodawa-Seenplatte und dem Museum des ehemaligen NS-Vernichtungslagers in Sobibor erarbeitet und bereits in Polen, Holland, Italien, der Slowakei und Norwegen gezeigt. Unterstützt wird die Ausstellung durch die holländische Provinz Gelderland.

Das Dokumentationszentrum Prora wurde nicht von ungefähr auserwählt, diese Ausstellung zum ersten Mal in Deutschland zu zeigen. Im „KdF-Seebad Rügen“ wurden die Polizeieinheiten ausgebildet, die später die Transporte aus Westerbork in Holland in das Vernichtungslager Sobibor begleitet und bewacht haben. So wurde das „Paradies der Volksgemeinschaft“ zu einem Teil der Terrormaschine des NS-Staates. Das Dokumentationszentrum Prora hat die Ausstellung mit einigen Tafeln zu diesem Teil der Geschichte ergänzt und präsentiert sie nun für etwa zwei Monate auf Rügen.





Plakat zur Ausstellung30. März bis 10. Mai 2012 (täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr)

"Abgestempelt. Judenfeindliche Postkarten"

Eine Ausstellung der Bundeszentrale für politische Bildung in Zusammenarbeit mit dem Museum für Kommunikation und dem Jüdischen Museum Frankfurt am Main mit Postkarten aus der Sammlung Wolfgang Haney


Die Ausstellung "Abgestempelt. Judenfeindliche Postkarten", die 1999 vom Jüdischen Museum und dem Museum für Kommunikation als Wechselausstellung erarbeitet und in einer komprimierten Fassung im Dokumentationszentrum Prora gezeigt wird, untersucht die machtvolle Wirkung von Karikaturen.

Über 1.000 Postkarten mit judenfeindlichen Motiven, sog. Judenspottpostkarten, hat der Berliner Sammler Wolfgang Haney zusammengetragen. Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl von 300 Karten aus den Jahren 1890 - 1933. Die meisten stammen aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg und wurden in Deutschland und Österreich gedruckt.

Um 1900 galt die Postkarte als modernes Kommunikationsmittel und erfreute sich großer Beliebtheit in der Bevölkerung. Ein Teil der Karten war mit antisemitischen Motiven versehen, sie zeigten stereotype, negativ karikierende Darstellungen von Juden. Wie normale Postkarten wurden die "Judenspottpostkarten" beschrieben, verschickt und gesammelt. Sie geben dem Betrachter einen Einblick in die Vorurteile und Diskriminierungen des damaligen Alltags und macht deutlich, welche dieser Vorurteile auch heute noch virulent sind.

Der Titel der Ausstellung "Abgestempelt" fasst die in den Darstellungen zum Ausdruck kommenden "Vorurteile" mit einem sehr treffenden Begriff zusammen, der zugleich die Willkür ausdrückt, mit der die gängigen Klischees der jüdischen Bevölkerung übergestülpt wurden.