Nachkriegsgeschichte

Nach Kriegsende wurde Prora als Flüchtlingslager genutzt. Ende 1945 beanspruchte die sowjetische Armee die Gebäude, das Lager mußte geräumt werden. Allerdings blieben die Besatzungstruppen auch nur für kurze Zeit. Dann standen die Gebäude leer und wurden zur Baustoffgewinnung benutzt. 1949 wurde von der DDR-Regierung ernsthaft über eine zivile Nutzung nachgedacht. Die Berliner Illustrierte veröffentlichte eine Bildreportage über das Bauwerk und schlug vor, die leer stehenden Gebäude für Zwecke des Gesundheitswesens, für die Unterbringung der Umsiedler und für die Förderung der Jugend zu verwenden. Diese Vorschläge wurden nicht angenommen. Prora wurde seit Anfang der fünfziger Jahre militärisch genutzt und erst 40 Jahre später diskutierte man erneut über zivile Nutzungen, in einer Weise, die sich kaum von der im Jahre 1949 unterschied.